


Charlotte scheint ein geordnetes Leben zu führen. Sie lebt in einer Beziehung, arbeitet als Tanzlehrerin und wirkt nach außen gefestigt. Doch innerlich spürt sie eine Leere, die aus einer Kindheit ohne Wärme und familiäre Geborgenheit stammt. Ihre Mutter war emotional distanziert, ihr Vater alkoholkrank – echte Nähe hat Charlotte nie erlebt.
Als sie erfährt, dass ihr bisher unbekannter Halbbruder Henrik nach Oslo gezogen ist, beschließt sie, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Die Begegnung zwischen den beiden löst sofort eine intensive Spannung aus. Aus vorsichtiger Annäherung wächst eine emotionale und körperliche Anziehung, die sie selbst kaum verstehen können.
Was zunächst wie die Suche nach familiärer Nähe beginnt, entwickelt sich zu einer verbotenen Beziehung, die beide an ihre moralischen und emotionalen Grenzen führt. TABU ist ein sensibles und zugleich verstörendes Charakterdrama über Einsamkeit, Sehnsucht und die komplizierte Suche nach Liebe.

