


Irland im späten 19. Jahrhundert. Im eleganten Morrison’s Hotel in Dublin arbeitet der zurückhaltende und pflichtbewusste Butler Albert Nobbs. Von den Gästen geschätzt, von den Kollegen respektiert – doch niemand ahnt, dass Albert in Wahrheit eine Frau ist, die sich seit Jahren als Mann ausgibt, um in einer Welt zu überleben, die Frauen kaum Möglichkeiten zur Selbstständigkeit lässt.
Seit ihrer traumatischen Jugend lebt Albert in einer sorgfältig konstruierten Tarnexistenz. Disziplin, Sparsamkeit und Unsichtbarkeit sind ihre Schutzmechanismen. Als der Maler Hubert Page im Hotel einquartiert wird, gerät Alberts fragile Ordnung ins Wanken. Page trägt selbst ein ähnliches Geheimnis – und eröffnet Albert eine neue Perspektive auf Freiheit und Selbstbestimmung.
Zwischen gesellschaftlichen Zwängen, innerer Sehnsucht und der Hoffnung auf ein anderes Leben entfaltet sich ein feinfühliges Drama über Geschlechterrollen, Identität und die Frage, wie viel Mut es braucht, sich selbst treu zu werden.
Ein leiser, intensiver Film über das Ringen um Würde und das Recht, das eigene Leben selbst zu gestalten.

