


Diese außergewöhnliche Dokumentation widmet sich der Frage, wie Räume auf den Menschen wirken – jenseits von Funktion, Stil und Erklärung. Im Mittelpunkt steht die Erfahrung von Transzendenz: jener Moment, in dem Architektur nicht nur gesehen, sondern innerlich gespürt wird. Der Film begleitet den Zuschauer durch bewusst gestaltete Räume, Kunstwerke, musikalische Prozesse und natürliche Landschaften, in denen sich Stille, Konzentration und Weite entfalten können.
Zeitlichkeit und Alterung wohnen jedem Ding und Wesen inne und transzendieren je nach Anschauung ins Unendliche. Wie kann das gedacht werden? Was geht über das hinaus? Der Filmemacher Christoph Schaub setzt in seiner persönlichen Reise durch Zeit und Raum bei seiner Kindheit an, als seine Faszination für sakrale Bauwerke begann. Und sein Staunen über Anfang und Ende. Architektur hilft, Endliches vom Unendlichen zu trennen. Sie gibt Schutz vor dem Uferlosen und kreiert gleichzeitig ein Gefühl von Weite, so der Erzähler.
Gemeinsam mit den Architekten Peter Zumthor, Peter Märkli und Alvaro Siza Vieira, den Kunstschaffenden James Turrell und Cristina Iglesias und dem Schlagzeugvirtuose Jojo Mayer ergründet Schaub die Magie sakraler Räume, deren Definition hier weit über kirchliche Bauten hinausgeht. Es werden Einblicke in ihr Verständnis von Raum als Erfahrungsfeld für das Unendliche eröffnet. Wem gehört Spiritualität? Der Film geht „geistigem Leben“ in Bau- und bildender Kunst, aber auch in der Natur nach und hebt es im wahrsten Sinne über Denkgrenzen hinaus. Statt zu erklären oder zu bewerten, lädt der Film dazu ein, selbst wahrzunehmen: Wie wirkt Licht? Wie verändert Stille den Raum? Wo beginnt das Gefühl von Weite und innerer Resonanz? Eine leicht schwebende Kamera lässt uns eintauchen in traumwandlerische Bilder, nimmt uns mit auf eine (be)sinnliche Reise in räumliche Weiten, führt unseren Blick in die Unendlichkeit des Sternenhimmels und in die Tiefe des Meeres. Vergangenheit und Zukunft, Urzeiten und Lichtjahre. Alles ist da.
Ein meditativer Essayfilm, der Architektur als Brücke zwischen Materie und Bewusstsein begreift – und den Blick auf das Unsichtbare lenkt, das Räume in sich tragen können.

