


Es ist Sommer. Erik ist Schauspieler und unterwegs in seinem alten Volvo, quer durchs Land, auf der Suche nach Auftritten, Kunst und einem Leben nach seinen eigenen Vorstellungen. Getrieben von hohen Ansprüchen an sich selbst will er nichts verpassen, jede Welle mitnehmen und seinem inneren Gefühl folgen. Seine Reise führt ihn zu einem Kleinkunstfestival in der niedersächsischen Provinz, wo er auftreten und sich beweisen will.
Dort begegnet er dem jungen Paar Chiara und Peter. Gemeinsam lassen sie sich treiben – durch Gespräche, Feiern und Orte zwischen Provinz und Großstadt. In Chiara glaubt Erik, eine Seelenverwandte gefunden zu haben, jemanden, der Teil seines persönlichen Glückskonzepts werden könnte. Doch Chiara ist nicht allein, und die Nähe bleibt ambivalent.
Ein halbes Jahr später reist Erik im Winter nach Berlin, um Chiara wiederzusehen und seine Träume von Liebe und Erfolg zu erfüllen. Die Sehnsucht wächst, doch die Realität entzieht sich seinen Vorstellungen. ARME RITTER erzählt mit schwermütiger Leichtigkeit von einer Generation zwischen Selbstverwirklichung und Überforderung – und von der schmerzhaften Erkenntnis, dass das Leben sich nicht vollständig kontrollieren lässt.

