


Die ehemalige Cabaret-Sängerin Ruth (Hannelore Elsner) steht trotz ihres Alters noch mitten im Leben. Bis zu dem Tag, als sie ihre Wohnung wegen einer Zwangsversteigerung verlassen muss. Am Tag ihres Umzugs lernt sie den jungen Möbelpacker Jonas (Max Riemelt) kennen. Jonas ist unheilbar krank und lebt seit der Trennung von seiner Freundin Emily in einem Kleinbus. Mit seinem exzessiven Lebensstil versucht er, seine schwere Krankheit zu verdrängen. Aus der zufälligen Begegnung der beiden entwickelt sich nach und nach eine enge Freundschaft. Beide teilen sie das gleiche Schicksal, die Sehnsucht nach einem Menschen, der ihnen Halt und Zuversicht im Leben gibt. Der Wunsch, sich gegenseitig zu helfen, lässt die Schicksalsgemeinschaft auch vor ungewöhnlichen Maßnahmen nicht zurückschrecken.
Ausgezeichnet mit dem "Prädikat wertvoll" von der Deutschen Filmbewertung und Medienbewertung FBW, die dazu unter anderem schreibt: "Jonas hilft Ruth und rettet sie nach einem Suizidversuch. So werden sie Freunde. Auch Jonas leidet. Sein Trauma ist seine Krankheit. Er leidet an Multipler Sklerose im Anfangsstadium. Es soll niemand wissen. Deswegen hat er sich von seiner Freundin getrennt. Die Geschichte zweier Menschen wird auf diese Weise miteinander verknüpft und es entsteht ein dichter und ergreifender Film über den Sinn des Lebens, über Lebensmut und den Wert von Freundschaft. Max Riemelt als Jonas ist die Verkörperung des Zuschauers, der das Leben Ruths wie ein Bilderbuch aufdeckt und durch die Freundschaft mit Ruth die Kraft findet, sich seinem eigenen Schicksal zu stellen. Beide Figuren machen durch ihre Begegnung eine Wandlung durch, die sie wieder dem Leben zugewandt werden lässt. Die Jury lobte die gelungene professionelle Umsetzung in technischer Hinsicht, Kamera, Licht und Ausstattung, wie auch das sich entwickelnde Universum der Hauptfiguren. Bei aller Empathie für den Film bemängelt das Gutachtergremium jedoch das zu glatte Aufbereiten der Story. So wirkt der Film etwas zu konventionell als habe der Mut gefehlt stilistisch neue Wege zu gehen."

