


Wie isst Europa? Das mehrfach preisgekrönte Serienformat „Der Geschmack Europas“ bietet Antworten auf diese Frage und begibt sich auf kulturkulinarische Landvermessung unseres Kontinents. Die Vielseitigkeit Europas ist nicht einfach zu ergründen, denn auf kleinstem Platz sind die verschiedensten Sprachen, Menschen und Kulturen zu finden. Auf jeden Fall muss man sich auf eine Reise begeben - lesend oder wandernd, am besten aber auch essend und trinkend. Denn auf diesem Streifzug durch das Land und seine heimischen Küchen entdeckt man so manches über die Geschichte und Kultur Europas.
Die Portrairehe erkundet die kulinarischen Kulturen unseres Kontinents und unternimmt eindrucksvolle Streifzüge durch europäische Regionen und ihre Küchen, die geschichtliche, landschaftliche, geografische und kulturelle Hintergründe einfließen lässt. In den kulinarischen Reisereportagen kredenzt Präsentator Lojze Wieser, Gastrosoph, Autor und Verleger, fremde und vertraute Gerichte der europäischen Speisetafel. Mit außergewöhnlichen Menschen, die tief verwurzelt sind mit der jeweiligen Region, spricht er über genau diese und ihre Besonderheiten, er erforscht kulturgeschichtliche Hintergründe und würzt mit Anekdoten und dem Wissen eines leidenschaftlichen Hobbykochs und weitgereisten Feinschmeckers. Gehaltvolle Reiseberichte, in denen es um gewachsene Traditionen und um die Weitergabe des Feuers geht.
Folge 5 - DIE LAUSITZ
Die Lausitz umfasst den Süden Brandenburgs und den Osten Sachsens bis hin nach Polen. Sowohl kulinarisch - berühmt für seine Spree-Gurken - als auch kulturell spannend, denn hier sind die Sorben zu Hause. Als slawische Minderheit in Deutschland anerkannt, pflegen sie zum Teil ihre Bräuche und Traditionen, die bereits von Theodor Fontane in "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschrieben werden. Lojze Wieser begibt sich auf Fontages Weg durch Brandenburg und Sachsen, erfährt einiges über den vielfältigen Geschmack der Gurken und die Heilkraft ihrer getrockneten Schalen, besucht Schlösser, Küchen und sogar ein ehemaliges Stasi-Gefängnis.
ZUM NACHKOCHEN
HANKAS GURKEN-KARTOFFELSALAT
1 geschälte grüne Gewächshaus-Gurke, 4 gekochte Kartoffeln (Pellkartoffeln) hobeln, dazu eine kleingeschnittene Zwiebel, gekochte, geschnipselte (Schnittbohnen) grüne Bohnen nach Bedarf (ca. 300 g)
Dann eine Mehlschwitze zubereiten mit ausgelassenem Speck. Mit (Bohnen)Wasser aufgießen (damit eine dicke Soße entsteht) und kräftig mit Salz, Pfeffer und Essig würzen, eine Prise Zucker dazu. Diese Soße über die Gemüsemischung gießen, umrühren und ziehen lassen. Das Ganze kann ruhig schön "saftig" sein.
(Erinnert ein bischen ans Schweinefutter, wie es die Oma früher zubereitet hat, deshalb wird es in einigen Familien auch "polećo" von "leć = gießen/ übergießen" genannt).
Noch lauwarm essen.

