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Raus aus der Komforzone
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126 Min
Ab 12 Jahren
Deutschland
2004
deutsch
Ton
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Verlauf

DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI

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Filmbeschreibung

Gegen die ungerechte Verteilung in der Welt haben die Freunde Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg) ihren eigenen Weg gefunden: Nachts brechen sie in Villen ein, nicht um zu klauen, sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen und Botschaften zu hinterlassen. Peters Freundin Jule (Julia Jentsch) und Jan steigen zusammen in eine Villa ein und werden dabei vom Besitzer Hardenberg (Burghart Klaußner) überrascht - und unversehens zu Entführern wider Willen…

 

Ausgezeichnet mit dem Prädikat "wertvoll" von der Deutschen Filmbewertung und Medienbewertung FBW, die dazu in ihrer Jury-Bründung unter anderem schreibt: "

Was machen wir, wenn wir von einem Moment zum anderen unser gesamtes Leben an einer nicht vorhersehbaren Situation neu ausrichten müssen? Was bleibt von politischen Parolen, wenn wir uns in 20 oder 30 Jahren mit den dann agierenden Idealisten auseinandersetzen müssen? „Die fetten Jahre sind vorbei“ wirft diese Fragen auf und beantwortet sie auf äußerst intelligente und unterhaltsame Weise. Sowohl das Drehbuch als auch die darstellerische und szenische Umsetzung bestechen durch eine Schärfe und unmittelbare Nähe, die ein Eintauchen in die soziale und emotionale Welt (eine WG im heutigen Berlin) der Protagonisten ermöglicht. Bei aller Tiefe der Ideologiediskussion und -kritik bleiben Wortwitz und Situationskomik weder auf der Strecke noch wirken sie aufgesetzt, sondern fügen sich sinnfällig und mit Leichtigkeit in die Handlung ein, die von spontan und natürlich agierenden Darstellern getragen wird. Den Eindruck von Leichtigkeit und Nähe vermittelt nicht zuletzt auch die hervorragend geführte Handkamera, die im wahrsten Sinne des Wortes Mitspieler ist. So entsteht Authentizität! Bis zum Schluß hat man keinerlei Hinweise auf die Stoßrichtung, in die sich die Lösung des Konfliktes bewegen wird, und noch nach dem Ende der Haupthandlung, der Auflösung der Entführung und Freigabe der Geisel, erfährt der Film noch einmal eine dramaturgische Hinwendung zu einem kompromißlosen Mißtrauen gegenüber den etablierten Altachtundsechzigern, die stellvertretend für alle durch gesellschaftlichen und sozialen Realismus „geläuterten“ Idealisten von einst stehen."

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