


Die Türkei ist ein Land voller Kontraste – politisch, kulturell und gesellschaftlich. „Die Hügel von Istanbul“ begleitet über drei Jahre hinweg zwei junge Männer, deren Herkunft kaum unterschiedlicher sein könnte: Bayram, Roma, und Ahmet, Kurde. Was sie verbindet ist der tägliche Überlebenskampf als Müllsammler, die sich mit ihren wackeligen Karren tollkühn die Hänge Istanbuls hinunterstürzen, während die schweren Müllsäcke wie Schutzschilde gegen eine Welt wirken, die ihnen oft feindlich begegnet.
Der Film porträtiert ihr Leben jenseits der öffentlichen Wahrnehmung: ihre Träume, ihre Verletzlichkeit, ihre Sicht auf politische Ereignisse wie Putschversuch und Verfassungsreferendum. Zwischen Familienverantwortung, Ausgrenzung und dem Wunsch nach Freiheit entsteht ein authentisches Bild zweier Menschen, die trotz widriger Umstände niemals aufhören, an eine bessere Zukunft zu glauben.
„Die Hügel von Istanbul“ ist ein eindringliches, poetisches Dokument der sozialen Realität in einer Stadt, in der Herkunft über Chancen entscheidet – und doch inmitten des Chaos kleine Momente von Menschlichkeit aufscheinen.

