


Gedreht während zweier touristischer Reisen nach Nordkorea in den Jahren 2013 und 2017 gewährt dieser Dokumentarfilm einen seltenen Einblick in ein Land, das sich der Außenwelt weitgehend entzieht. Als ausländische Besucher dürfen sich die Filmemacher nicht frei bewegen: Jeder Schritt ist geplant, jede Begegnung begleitet, jede Perspektive gelenkt. Trotz dieser Einschränkungen finden sie Wege, ihre Eindrücke festzuhalten – oft heimlich, immer aufmerksam. Die Kamera registriert eine Stadt ohne Spontanität, ein Land voller Inszenierungen und eine Gesellschaft, die von Juche-Ideologie und sozialistischer Propaganda geprägt ist. Gleichzeitig entstehen unerwartete Momente echter Nähe zu Menschen, die selbst Teil dieses Systems sind. Der Film bewegt sich bewusst zwischen Reisebericht und verdeckter Beobachtung. Er zeigt, wie Wahrnehmung in einer Welt funktioniert, in der Täuschung zum Alltag gehört – und stellt die Frage, was bleibt, wenn man sich nicht auf Erklärungen verlässt, sondern nur auf das, was sichtbar wird. Eine eindringliche Annäherung an eine Realität, die nicht gesehen werden soll.

