


Im Jahr 2020 verändert ein unsichtbarer Gegner das Leben von Milliarden Menschen. Die Corona-Pandemie versetzt die Welt in einen Ausnahmezustand. Während die einen um ihre Gesundheit und die ihrer Angehörigen fürchten, sorgen sich andere um grundlegende demokratische Rechte und persönliche Freiheiten. Was als gemeinsame Herausforderung beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer gesellschaftlichen Zerreißprobe.
In seiner dreiteiligen Dokumentation EMPTY – Der weiße Schatten des schwarzen Schwans blickt Filmemacher Kai Stuht auf die Ereignisse der Jahre 2020 und 2021 zurück. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Wahrnehmungen einer Krise, die das öffentliche Leben, die Wirtschaft und das gesellschaftliche Miteinander tiefgreifend verändert hat.
Dafür spricht Stuht mit Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Zu seinen Gesprächspartnern gehören unter anderem der Journalist Ken Jebsen, der Dokumentarfilmer Clemens Kuby, der Mediziner Sucharit Bhakdi, der Unternehmer Michael Ballweg und die Künstlerin Bilbo Calvez. Sie berichten von ihren Erfahrungen, hinterfragen politische Entscheidungen und beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Pandemie auf Freiheit, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ein besonderes Anliegen des Filmemachers war es, unterschiedliche Positionen miteinander ins Gespräch zu bringen. Nach eigenen Angaben kontaktierte er deshalb auch zahlreiche Befürworter der Corona-Maßnahmen aus Medizin, Psychologie und Politik. Die angestrebte Gegenüberstellung unterschiedlicher Standpunkte kam jedoch nicht zustande. So entstand eine Dokumentation, die überwiegend die Perspektiven von Kritikern der damaligen Maßnahmen widerspiegelt.
EMPTY hält die Gedanken, Befürchtungen und Überzeugungen seiner Gesprächspartner aus einer außergewöhnlichen Zeit fest. Dabei geht es um weitreichende Fragen: Wie viel Sicherheit braucht eine Gesellschaft? Wo liegen die Grenzen staatlicher Eingriffe? Und wie können Menschen miteinander im Gespräch bleiben, wenn ihre Vorstellungen von Freiheit, Verantwortung und Wahrheit weit auseinandergehen?
Als zeitgeschichtliches Dokument lädt der Dreiteiler dazu ein, auf die gesellschaftlichen Spannungen der Corona-Jahre zurückzublicken, unterschiedliche Sichtweisen kritisch zu reflektieren und über die Bedeutung einer lebendigen demokratischen Debattenkultur nachzudenken.

