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82 Min
Ab 0 Jahren
Deutschland
2018
deutsch
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ENGEL ÜBER EUROPA - RILKE ALS GOTTSUCHER

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Filmbeschreibung

Rainer Maria Rilke (1875-1926) war nicht nur einer der grössten deutschen Dichter, sondern auch ein „Gottsucher“, der jedoch ganz eigene und unorthodoxe Wege ging. Abgeschreckt vom bigotten Katholizismus seiner Mutter wandte er sich zunächst vom Christentum ab und suchte Inspirationen auf andere Weise.
In München-Schwabing traf er auf esoterisch interessierte Künstler, Okkultisten und Anthroposophen, die ähnlich wie er auf der Suche nach individuellen spirituellen Erfahrungen waren, z.B. Paul Klee, Franz Marc, Stefan George und Rudolf Steiner. Man war zumindest auf der Suche nach dem „Geistigen in der Kunst“, wie ein berühmtes Manifest des Malers Wassily Kandinsky aus dieser Zeit hiess. Der von ihm mit Franz Marc herausgegebene Almanach „Der Blaue Reiter“ spielte auf den Heiligen Georg an, der gegen den Drachen kämpfte. Diesmal war der Drache der Materialismus, der durch die Farbe Blau bezwungen werden sollte: die Farbe von Geist und Unendlichkeit: „Was für eines langen Weges (und Umweges über den Materialismus) hat es bedurft“, schrieb Franz Marc, „um zu erkennen, daß die Welt nur Geist, nur Psyche ist.“
Auch auf Reisen nach Russland, Nordafrika, Spanien, Italien und Ägypten lernte Rilke neue spirituelle und mythologische Welten kennen, die seine Dichtung anregten. Er war kein im konventionellen Sinne gläubiger Mensch, sondern umkreiste das “Heilige“ im Medium seiner immer freilassenden Poesie. Lebenslang schaute sich der Dichter in den spirituellen und mythologischen Traditionen der Welt um, um Inspirationen für seine eigene Gottessuche zu finden. Das macht auch heute seine Aktualität aus, wo fundamentalistisch-religiöse Weltbilder wieder stärkeren Einfluss bekommen.
Rilke suchte das „Göttliche“ nicht in fernen transzendenten Himmeln, sondern im „Hiesigen“: in der Magie der Natur und in der Aura einfacher Alltagsdinge, die er in einer unnachahmlichen Sprache zu beschreiben wusste. Die Engel, so der Dichter, sind uns zwar vielfach überlegen, aber sie können das „Göttliche“ nicht im Irdischen sehen, was ihnen der Dichter beibringen kann:

“Preise dem Engel die Welt, nicht die unsägliche, ihm kannst du nicht großtun mit herrlich Erfühltem; im Weltall, wo er fühlender fühlt, bist du ein Neuling. Drum zeig ihm das Einfache, das, von Geschlecht zu Geschlechtern gestaltet, als ein Unsriges lebt, neben der Hand und im Blick. Sag ihm die Dinge. Er wird staunender stehn; wie du standest bei dem Seiler in Rom, oder beim Töpfer am Nil. Zeig ihm, wie glücklich ein Ding sein kann, wie schuldlos und unser, wie selbst das klagende Leid rein zur Gestalt sich entschließt, dient als ein Ding, oder stirbt in ein Ding …
(Aus den „Duineser Elegien“)

Rilke „spielte“ mit mythologischen Bildern wie dem „Engel“ oder der griechischen Orpheus-Figur, um mit ihrer Hilfe Erfahrungen des Geheimnisvollen und Wunderbaren zu artikulieren, um tiefer in die Mysterien von Liebe und Tod vorzudringen. Seine „Gottsuche“ war eine eher künstlerische Annäherung, in der immer auch Skepsis oder Erfahrungen der „dunklen Seite“ Gottes ihren Platz hatten. Ein zeitgemässer und in seiner sprachlichen Schönheit bis heute betörender Versuch, Literatur auch zum Sprachrohr von spirituellen Erfahrungen zu machen.

 

"Ein eindrücklicher Film, der sehr berührt, mit dem ganz Persönlichen einer eigenen Rilkelektüre. Das Spirituelle, das gezeigt und an des Dichters Orte begleitet wird, wird wunderbar durch Bild und Musik hervorgehoben. Wunderschön, wie die Vergangenheit durch Stillleben vergegenwärtigt wird. Die besinnliche Ruhe dieses Filmes, der nicht belehrt, sondern sachte suggestiven Spuren folgt, bannt den Zuschauer durch die Aussage, durch die Ästhetik." ~FONDATION RILKE, SIERRE

 

"Die Suche, das ruhige Annähern und Offenlassen dessen, was sich im Phänomen Rilke als spirituelle Kraft alles verbirgt, ist beeindruckend und erscheint als das Wesentliche, das Erstaunliche und Moderne des Films. Im Vergleich zur heutigen lauten, schnellen Welt ist es fast schon ein Wunder." ~Goetheanum

 

"Auf Reisen nach Russland, Nordafrika, Spanien und Ägypten lernte Rilke neue Welten kennen,die seine Dichtung anregten. Er suchte das „Göttliche“ nicht in fernen Himmeln, sondern in der Magie der Natur und einfachen Alltagsdingen. Dazu passt sehr gut ein rund anderthalbstündiger Dokumentarfilm Rüdiger Sünners, der jetzt auf DVD erschienen ist." ~Wetzlarer Zeitung

 

"Es ist ein stiller, meditativer Film. Wer sich ihm öffnet und hingibt, taucht in einen kontemplativen Bild-Kosmos wie in ein Traumspiel ein." ~Evolve

 

"Rüdiger Sünners Film und Buch regen uns an, über Rainer Maria Rilke nachzudenken. Mit seinen künstlerischen Mitteln macht er dessen Weg durchsichtiger und verständlicher. Bild und Wort, Film und Buch: Beide sind unbedingt zu empfehlen für jeden, der sich den Tiefen eines wirklichen Dichters zuneigen will." ~Die Drei

 

"Zu berichten ist hier von einer späten – nennen wir sie reifen – Liebeserklärung. Sie behält bei aller Beglückung die Übersicht und lässt uns durch nüchtern-verehrende Kameraaugen mit viel Kerzenlicht den Dichter Rilke als Gottsucher erfahren. Auch wenn Rilke überwältigende spirituelle Erlebnisse hatte: Letztlich findet er den Gott in seiner Poesie." ~Info3

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