


Ein kraftvolles, aufrüttelndes Historien-Epos das Einblick bietet in ein Stück Zeitgeschichte von New York City. Aufgrund seiner Brutalität gab es schon vor Kinostart hitzige Diskussionen über die Gewaltdarstellung und es sei gewarnt dieser Film ist nichts für "schwache" Gemüter!
New York Mitte des 19. Jahrhunderts: Zwei Männer betreten den Paradise Square. Hinter ihnen eine wogende Menge, rhythmisches Aufstampfen von Füßen, Waffen wirbeln durch die Luft, die Atmosphäre ist hasserfüllt. Priest Vallon, Anführer der irischen 'Dead Rabbits', und William Cutting, Bandenchef der 'Natives', wollen nur das Eine, den Tod des Anderen. 16 Jahre später: Priest Vallons Sohn Amsterdam (Leonardo DiCaprio) kehrt zurück in das Elendsviertel Five Points. Er hat nur noch einen Gedanken im Kopf, sich an dem Mann rächen, der seinen Vater getötet hat…
Nominiert für 10 Oscars und Gewinner von zwei Golden Globes und ein vielfach preisgekrönter "Bester Hauptdarsteller" Daniel Day-Lewis. Allerdings gab es auch einiges an gemischter Kritik, vielfach aufgrund der Gewaltdarstellung und der offenbar enormen Budgetüberschreitungen.
Ebenfalls ausgezeichnet mit dem "Prädikat wertvoll" von der Deutschen Filmbewertung und Medienbewertung FBW, die dazu unter anderem schreibt: „Ein Stück Amerika taucht aus der Vergangenheit auf, das Image des Big Apple als großer Schmelztiegel erhält Kratzer in dieser Rückschau. Mit schonungsloser Härte führt Scorsese meisterhaft vor, wie gewalttätig und schmerzhaft sich Amerika zu einer Nation entwickelt hat. Das New York des 19. Jahrhunderts ist in Cinecita wieder auferstanden. Das Leben in den Armenvierteln der Stadt, die Korruption in allen Schichten des Volkes, das Verständnis von Demokratie und der große Bürgerkrieg sind die Kulisse der Geschichte um Rache und Liebe, zwei traditionell starke Themen des amerikanischen Kinos. (…)
Ohne Frage ist der Film stellenweise äußerst brutal, und diese Gewalttätigkeit ist gerade in der Anfangsschlacht in höchster Präzision und Perfektion in Kamera, Ton und Schnitt in Szene gesetzt. Jedoch ist diese Brutalität nie Selbstzweck. Die bedrohliche Grundatmosphäre zieht sich durch den ganzen Film und trägt auch entscheidend dazu bei, daß er trotz der Überlänge größtenteils kompakt und in sich geschlossen wirkt."

