


Frankreich im Jahr 1815: Nach neunzehn Jahren Zwangsarbeit wird Jean Valjean aus dem Gefängnis entlassen. Die lange Zeit voller Gewalt, Demütigung und Hoffnungslosigkeit hat tiefe Spuren hinterlassen. Von Wut und Misstrauen geprägt, zieht er durch den Süden Frankreichs und sucht einen Platz in einer Gesellschaft, die ihn überall als Ausgestoßenen behandelt.
Als ihm niemand helfen will, findet er unerwartet Aufnahme im bescheidenen Haus von Bischof Bienvenu. Dessen aufrichtige Freundlichkeit, Mitgefühl und Menschlichkeit stellen alles infrage, woran Jean Valjean inzwischen glaubt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren erfährt er Annahme statt Verurteilung.
Doch die Schatten der Vergangenheit sind mächtig. Die Erinnerungen an erlittenes Unrecht, die Vorurteile seiner Mitmenschen und die Versuchung, an seinem Groll festzuhalten, begleiten ihn auf Schritt und Tritt. Am Scheideweg seines Lebens muss Jean Valjean entscheiden, ob er den Weg der Verbitterung weitergeht oder den Mut findet, sich neu zu erfinden.
Mit großer emotionaler Kraft erzählt Regisseur Éric Besnard die Vorgeschichte einer der bedeutendsten Figuren der Weltliteratur. Basierend auf den ersten Kapiteln von Victor Hugos Meisterwerk „Die Elenden“ entsteht ein berührendes Drama über die heilende Kraft von Mitgefühl, die Würde des Menschen und die Möglichkeit innerer Wandlung.

