


Texas in den 1960er-Jahren: Reece McHenry ist Rancher, Witwer im Herzen und Vater eines heranwachsenden Sohnes. Seine Frau liegt nach einem Unfall im irreversiblen Koma – und obwohl das Leben weitergeht, scheint sein Herz stehen geblieben zu sein. Als er Carol Fitzsimmons begegnet, einer ebenfalls verwitweten Mutter, beginnt zwischen den beiden eine vorsichtige Annäherung. Was folgt, ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine leise Übereinkunft: Zwölf Jahre lang treffen sich Reece und Carol einmal pro Woche. Kino, Abendessen, Nähe – ohne Versprechen, ohne Zukunftspläne, ohne klare Entscheidung füreinander. Eine Beziehung auf Zeit, getragen von Angst vor Verlust und der Unfähigkeit, sich ganz zu öffnen. Als Carol beschließt, zu ihrer todkranken Schwester nach Kanada zu ziehen, steht plötzlich alles auf dem Spiel. Reece bringt es nicht über sich, sie aufzuhalten. Was beide nicht wissen: Auch ihre Kinder tragen denselben inneren Konflikt aus – zwischen Sehnsucht nach Nähe und der Angst, erneut verletzt zu werden.
Liebe aus zweiter Hand ist ein sensibles Drama über verpasste Chancen, emotionale Zurückhaltung und die stille Tragik dessen, was hätte sein können. Ein Film über Liebe jenseits großer Gesten – und über den Mut, den es braucht, sie wirklich zuzulassen.

