

Rostock im Jahr 1957. Die Eltern des späteren Schriftstellers Peter Wawerzinek fliehen in den Westen – und lassen ihre beiden Kinder, Peter und seine Schwester Beate, in der DDR zurück. Um ihre Flucht zu erleichtern, erklären sie die Kinder kurzerhand für tot.
Für die Geschwister beginnt ein Leben voller Brüche. Peter wächst zunächst in Kinderheimen auf, bevor er mit elf Jahren adoptiert wird. Seine Schwester Beate hingegen wird als „nicht entwicklungsfähig“ eingestuft und in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Die beiden verlieren sich aus den Augen.
Erst 15 Jahre später begegnen sich Bruder und Schwester wieder. Die späte Wiederannäherung löst eine lange verdrängte Suche aus: nach der Mutter, nach den Wurzeln ihrer Kindheit und nach Antworten auf die Frage, was damals wirklich geschah.
Basierend auf Motiven aus Peter Wawerzineks autobiografischem Roman „Rabenliebe“ entstand über acht Jahre hinweg ein persönlicher Film zwischen Dokumentation und Erinnerung – ein eindringliches Werk über Verlust, Identität und die Narben einer zerrissenen Kindheit.

