


Lotte ist impulsiv, unnachgiebig, direkt und kantig und liebenswürdig zugleich - vor allem aber ist sie ausgestattet mit einer großstädtischen Berliner Schnodderschnauze. Mit all diesen Eigenschaften eckt sie permanent an, bei ihren Kollegen, Freundinnen und sogar bei ihrem Freund. Der wirft sie kurzerhand raus. Also macht Lotte sich auf die Suche nach einem Schlafplatz, taucht mit ihrem Koffer bei der Arbeit im Krankenhaus auf und begegnet an diesem ohnehin so chaotischen Tag dort auch noch der zwar erst 15jährigen, aber doch so erwachsen wirkenden Greta. Lotte findet heraus, dass das Mädchen ihr näher steht, als zunächst gedacht. Die beiden Frauen ziehen durch die Straßen Berlins und Lotte entpuppt sich dabei als wenig gutes Vorbild. Eine zarte Freundschaft entsteht, dann allerdings sieht Lotte Greta mit Marcel, einem vergessenen Bekannten aus ihrer verdrängten Vergangenheit. Die Blicke der drei kreuzen sich. Lotte ahnt, dass es diesmal kein Entrinnen gibt. Hier scheint etwas zusammenzuwachsen, das nicht zusammen gehört. Aber Lotte wäre nicht Lotte, wenn sie nicht auch in dieser Situation mit ihrer ganz eigenen unkonventionellen Art ihren Kopf aus der Schlinge bekäme – zumindest vorerst. Greta möchte Lotte dazu bewegen, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Sie bietet ihr eine finale Wette an.
Regisseurin Julius Schultheiß wurde 2016 beim Achtung Berlin Festival mit dem Preis für den besten Langfilm ausgezeichnet.

