


MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN IM NORDEN ist ein Dokumentarfilm der deutsch-südkoreanischen Regisseurin Sung-Hyung Cho, der einen ungewöhnlich intimen Blick auf das Leben gewöhnlicher Menschen in Nordkorea wirft. Statt militärischer Machtdemonstrationen, politischer Rhetorik und bekannter Bilder der Abschottung richtet der Film seine Aufmerksamkeit auf den Alltag hinter der Fassade staatlicher Propaganda.
Während ihrer Reise durch das Land begegnet die Regisseurin Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen – Ingenieuren, Soldaten, Bauern, Malern und Näherinnen. Die Begegnungen sind nicht zufällig, sondern vom Regime ausgewählt. Dennoch nähert sich Cho ihren Protagonistinnen und Protagonisten mit ehrlichem Interesse, Respekt und ohne wertendes Urteil. So entsteht ein seltenes Porträt einer Gesellschaft, die sonst kaum zugänglich ist.
Der Film zeigt Menschen, die trotz ideologischer Prägung, Loyalitätsbekundungen gegenüber ihrer Führung und eingeschränkter Lebensumstände ihre Träume nicht aufgegeben haben. Zwischen Alltagsroutinen, Arbeit und familiären Momenten wird deutlich, wie sehr Hoffnung, Würde und der Wunsch nach Wiedervereinigung beider Koreas präsent bleiben. MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN IM NORDEN eröffnet einen differenzierten Blick auf ein Land, das meist nur aus der Distanz beurteilt wird – und lädt dazu ein, jenseits von Vorurteilen hinzusehen.

