


MEINE MUTTER, MEIN BRUDER UND ICH erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die zwischen zwei Welten aufwächst. Geprägt von familiären Bindungen, kulturellen Erwartungen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung gerät sie zunehmend in einen inneren Konflikt. Während sie versucht, ihr eigenes Leben zu gestalten, verschärfen sich die Spannungen innerhalb der Familie.
Im Zentrum steht das fragile Gleichgewicht zwischen Liebe, Verantwortung und Tradition. Die Beziehung zur Mutter ist von Nähe und stiller Solidarität geprägt, während der Bruder zunehmend zum Träger familiärer und kultureller Erwartungen wird. Was zunächst als familiärer Zusammenhalt erscheint, entwickelt sich zu einer Situation, in der Loyalität zur Familie und persönliche Freiheit unvereinbar werden.
Der Film beleuchtet eindringlich die psychologischen und emotionalen Dynamiken innerhalb einer Familie, ohne zu vereinfachen oder zu verurteilen. MEINE MUTTER, MEIN BRUDER UND ICH ist ein intensives Drama über Zugehörigkeit, innere Zerrissenheit und die Frage, wie viel Mut es braucht, sich gegen überlieferte Rollenbilder zu stellen und für sich selbst einzustehen.
Ausgezeichnet mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW), die dazu unter anderem in ihrer Jurybegründung schreibt: „In vielen kleinen Nebenhandlungen gelingt es dem detailreichen und sinnlichen Film, sich zu weiten und ein ganzes Panorama von Charakteren und Verhaltensweisen zu zeigen. Der Film wird glaubwürdig durch seine Perspektivenverschiebungen, er erklärt seine Figuren nicht, sie erklären sich durch ihr Handeln. Das alles ist genau beobachtet und einfühlsam in Szene gesetzt, nie wird die Komik grell, der Spaß auf Kosten anderer gemacht (…) Der Regisseur schafft es, die bis dahin teilweise satirische und komödiantische, in der Realität zwischen Studentenbude und Asylbewerberheim angesiedelte Geschichte in ein Märchen zu verwandeln.“

