


Nach SPALTPROZESSE ist dies der zweite Dokumentarfilm der Autoren Bertram Verhaag und Claus Strigel zur Atom-Thematik und hier findest Du auch ihren dritten Film DAS ACHTE GEBOT.
Während hinter den stacheldrahtbewehrten Sicherungsanlagen der zukünftigen Wiederaufarbeitungsanlage bei Wackersdorf die Bauarbeiten auf Hochtouren laufen, das Brennelementeeingangslager kurz vor seiner Inbetriebnahme steht, lädt das Bayerische ”Umweltministerium” als zuständige Genehmigungsbehörde zum Erörterungstermin zur 2. Atomrechtlichen Teilgenehmigung nach Neunburg vorm Wald. Die 881.000 Menschen, die gegen den Bau der WAA schriftlich Einwendungen erhoben hatten, sollen in einer Bierhalle des abgelegenen 8.000-Seelendorfes ”angehört” werden. Hoch oben auf einer Tribüne die Herren der Genehmigungsbehörde, zu ihrer Rechten die Herrn der Betreibergesellschaft, zu ihrer Linken die Herren des TÜV und andere unabhängige Gutachter. Wachleute schirmen sie vor dem Volk in der überfüllten Halle ab.
Der Film dokumentiert, wie die Demokratie-Schauveranstaltung das RESTRISIKO, das die Demokratie für die Atomlobby darstellt, ausgeschaltete wird. Er entlarvt, mit welcher Arroganz die Mächtigen die begründeten Ängste und Einwände von Bürgern und Wissenschaftlern ignorieren – nach Recht und Gesetz.
Der Film ist ein historisches Dokument zum Thema Wiederaufarbeitung, Atomkraft und Demokratie.
AUSZEICHNUNGEN
Prädikat "Besonders wertvoll", Filmbewertungsstelle Wiesbaden 1989
Peace Film Award: Lobende Erwähnung, Berlin 1989
Hauptpreis Ökomedia, Freiburg 1989
Förderpreis der Stadt Freiburg 1989
Nominiert als deutscher Beitrag zum Europäischen Filmpreis 1989

