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Ab 0 Jahren
Russland
2002
deutsch
Ton
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Verlauf

RUSSIAN ARK

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Filmbeschreibung

RUSSIAN ARK ist ein einzigartiges filmisches Experiment und zugleich eine meditative Reise durch die russische Geschichte. In einer einzigen, ununterbrochenen Kamerafahrt bewegt sich der Film durch die prunkvollen Säle der Eremitage in St. Petersburg und durchstreift dabei über drei Jahrhunderte kultureller, politischer und gesellschaftlicher Entwicklung Russlands.

Ein namenloser Erzähler wandert gemeinsam mit einer geheimnisvollen Begleitfigur – einem europäischen Beobachter – durch verschiedene Epochen: von höfischen Festen über intime Begegnungen großer Persönlichkeiten bis hin zu Momenten des Umbruchs und der Melancholie. Historische Figuren, Künstler, Offiziere und Adlige erscheinen wie Geister vergangener Zeiten, verbunden durch Kunst, Musik und Erinnerung.

Ohne klassische Handlung entfaltet sich RUSSIAN ARK als poetische Reflexion über Identität, Vergänglichkeit und das kulturelle Gedächtnis einer Nation. Aleksandr Sokurov verbindet Malerei, Architektur, Musik und Bewegung zu einem kontemplativen Strom, der Geschichte nicht erklärt, sondern erlebbar macht. Der Film gilt als Meilenstein der Filmkunst und als radikale Einladung, Zeit nicht linear, sondern als lebendigen Raum zu erfahren.

 

Ausgezeichnet mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW), die dazu unter anderem in ihrer Jurybegründung schreibt: „So etwas gab es bisher noch nie in der Geschichte der Kinematografie, und es ist weit mehr als ein bloß technischer Rekord: Fast 100 Minuten dauert die einzigartige (…) völlig ungeschnittene, traumhaft gleitende Steadycam-Kamerafahrt durch die 35 Säle der St. Petersburger Eremitage. (…) Wie das Gebäude ist auch der Film opulent (…) Das gerät nie zum Selbstzweck, hat geschichtsphilosophische Tiefe und viel Poesie. (…) Zeit hebt sich auf in diesem einzigartigen filmischen Raum, in dieser großen Hymne auf die Eremitage, auf die europäische Kultur. Die filmischen Leistungen sind wahrhaft meisterlich, Regisseur Alexander Sokurov uneingeschränkt zu loben.“

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