


Auf der Suche nach dem Sound unserer Heimat begibt sich der neuseeländische Musiker Hayden Chisholm auf eine Entdeckungsreise quer durch Deutschland. Er trifft auf erzgebirgischen Soul, lauscht kölscher Mundart zu HipHop-Beats, rockt im Antistadl und stimmt mit seinem Saxophon auch in manche Polka mit ein. Als Fremder in unserer deutschen Heimat eröffnet uns Chisholm eine ungewöhnliche Perspektive: Mit Musikantenstadl und Schunkelschlager hat gelebte Volxmusik nix zu tun!
Ein musikalisches Roadmovie und Mitsingen ist ausdrücklich erlaubt!
"Dieselben Menschen, die feuchte Augen bekommen, wenn ein alter Indio in den Anden zum tausendsten Male ›El Cóndor Pasa‹ in seine Panflöte bläst, kriegen Pickel, wenn man sie auf die Melodien ihrer Heimat anspricht." ~ Hayden Chisholm
Es ist wirklich komisch: Man muss das Wort Volksmusik nur ganz leicht verändern und schon finden es alle ganz wunderbar. Tausche ein F gegen ein V und lasse das S weg - und schon steht da Folkmusik. Und sofort denkt jeder an coole, vollbärtige Gitarrenbarden aus Kanada, England oder den USA. Obwohl beide Wörter im Prinzip genau das gleiche bezeichnen, nämlich traditionelle Melodien und Texte, werden sie hierzulande völlig unterschiedlich wahrgenommen. Deutsche Volksmusik? Nee, lass gut sein. Warum ist das so? Warum bewundern wir die Volksweisen anderer Länder, wenden uns bei den eigenen aber verschämt ab? Die Filmemacher Arne Birkenstock und Jan Tengeler haben den neuseeländischen Saxophonisten Hayden Chisholm auf Entdeckungsreise durch Deutschland geschickt, um herauszufinden, warum besonders jüngere Menschen hier so große Probleme mit deutscher Volksmusik haben. Chisholm, ein umtriebiger Weltenbummler, trifft in Köln auf sangesfreudige Kneipengänger, wandert mit einer Jodellehrerin durchs Allgäu und fährt mit dem Leipziger Gewandhaus-Chor zu einem Auftritt ins Vogtland. Durch seine unvoreingenommene Art findet er schnell Kontakt zu seinen Protagonisten. Er plaudert mit ihnen und fühlt sich mit seinem Saxofon in ihre Melodien hinein. Nach und nach beginnt man zu verstehen, was deutsche Volksmusik bedeuten kann. Vor allem: Zusammenhalt und Geborgensein.
Sound of Heimat wurde unterstützt vom Verband Deutscher Schulmusiker, vom Verband deutscher Musikschulen, von der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände und von der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände.
Als einer von 14 Dokumentarfilmen wurde Sound of Heimat von der Deutschen Filmakademie für den Deutschen Filmpreis 2013 vorausgewählt. Beim Internationalen Filmfest Eberswalde („Provinzielle“) erhielt der Film 2013 den Publikumspreis. 2014 zeichnete der Preis der deutschen Schallplattenkritik Sound of Heimat mit dem Jahrespreis 2014 als besten Musik-Dokumentarfilm aus. (Textquelle: Wikipedia)

