


Kann Musik Menschen verbinden, selbst wenn politische Gegensätze immer größere Gräben aufreißen? Mit dieser Frage brechen Jillian Speece und Nathaniel Paul Hoff, das Musikerpaar hinter der Band The Bergamot, im Jahr 2016 zu einer außergewöhnlichen Reise auf. Während die USA von einem besonders polarisierten Präsidentschaftswahlkampf geprägt sind, wollen die beiden herausfinden, was Menschen trotz unterschiedlicher Ansichten zusammenbringt.
Ihr Vorhaben ist ebenso einfach wie ehrgeizig: Sie möchten alle 50 US-Bundesstaaten bereisen, unterwegs Musik machen und mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen. Im Mittelpunkt steht ihr alter Kombi, das „Unity Car“. Jeder, dem sie begegnen, ist eingeladen, eine persönliche Botschaft für mehr Zusammenhalt auf dem Wagen zu hinterlassen. Mit jeder Unterschrift wird das Auto ein Stück mehr zu einem fahrenden Zeichen der Verbundenheit.
Acht Monate lang sind Jillian und Nathaniel unterwegs. Sie spielen mehr als 264 Konzerte und Auftritte, treffen Tausende Menschen und hören zu, was diese bewegt. Menschen mit verschiedenen Lebensgeschichten und politischen Überzeugungen kommen zu Wort. Dabei geht es um Empathie, gegenseitigen Respekt und die Frage, wie ein gemeinsames Miteinander gelingen kann, wenn nicht alle dieselben Ansichten teilen.
Die Reise verlangt den beiden auch einiges ab. Pannen, Einbrüche und finanzielle Schwierigkeiten stellen ihre Entschlossenheit auf die Probe. Doch gerade die persönlichen Begegnungen bestärken sie darin, ihre Idee weiterzutragen. Die Musik schafft Anlässe, aufeinander zuzugehen, während das „Unity Car“ die vielen einzelnen Stimmen sichtbar miteinander verbindet.
STATE OF THE UNITY begleitet diesen ungewöhnlichen musikalischen Roadtrip und erzählt von der Kraft kleiner Gesten in einer Zeit gesellschaftlicher Spaltung. Der Dokumentarfilm lädt dazu ein, über den eigenen Blick auf andere Menschen nachzudenken – und darüber, wie aus Zuhören, Mitgefühl und gemeinsamen Erlebnissen neue Verbindungen entstehen können.

