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Tief Beruehrend
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90 Min
Ab 12 Jahren
Deutschland
2016
original mit UT
Ton
UT: Deutsch
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Verlauf

WARUM FRAUEN BERGE BESTEIGEN SOLLEN

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Filmbeschreibung

Als bahnbrechende feministische Historikerin, Autorin und soziale Reformerin ist Gerda Lerner zweifellos eine der inspirierendsten Frauenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie emigrierte vor den Nazis in die USA, war frühzeitig in der Bürgerrechtsbewegung engagiert, schrieb 1972 die überfällige Studie „Schwarze Frauen im weißen Amerika“, 1986 „Die Entstehung des Patriarchats“ und begründete so die Frauen Geschichtsschreibung. Der Film wirft einen detaillierten Blick auf das persönliche, berufliche und politische Leben Gerda Lerners und geht der Frage nach: Wie kann uns das Wissen über unsere eigene Geschichte dazu inspirieren, eine bessere Zukunft zu gestalten? Ausgehend von den revolutionären Errungenschaften der Frauen im 20. Jahrhundert wirft der Film auch einen Blick in die Zukunft und geht der Frage nach: Wo stehen die Frauen heute? Und was ist der nächste Schritt?

 

BONUSMATERIAL
Nach dem Kauf/Leihe werden Dir unter dem Playerfenster fünf weitere Bonusfilme freigeschalten ->  "Über Zeit und Verbundenheit", "Mit Gerda Lerner in Österreich", "Die Rolle der Frauen jetzt", "Hildegard von Bingen", "Gerda Lerner liest ihr Gedicht: Ein Lob des Alters"; Laufzeit Bonusmaterial ca. 36 Min.

 

GERDA LERNER (Geburtsname: Gerda Hedwig Kronstein)
geboren am 30. April 1920 in Wien, gestorben am 2. Januar 2013 in Madison, Wisconsin (USA)
Die »Godmother of women‘s history«, wie die New York Times zitierte, ist weit über das universitäre Feld bekannt und hat ihre Tätigkeit für die »Anderen«, jene am Rand der Gesellschaft, immer als eminent politisch angesehen. Die historische Benachteiligung von Frauen ist nur eine, aber eine bedeutende Form der Diskriminierung, da Frauen die Gruppe von Menschen sind, die am längsten als »Andere« stigmatisiert wurden.
Lerner, die als Kind jüdischer Eltern geboren wurde, musste vor den Nationalsozialisten mit ihrer Familie ins Exil flüchten und hat erst in den USA zu einer anerkannten Bürgerin und Wissenschafterin werden können. Ihr gelang es 1972 den ersten Studiengang und 1980 ein Doktorratsstudium für Frauengeschichte in den USA zu etablieren. Lerner ist es gelungen den Frauen, über die sie schrieb, eine Stimme zu geben. Ihr ist es früher als anderen klar gewesen, dass gesellschaftliche Benachteiligungen komplex sind und Ausbeutung, Unterdrückung und Benachteiligung Ergebnisse historischer Prozesse sind. Ende April 2012 willigt sie ein, den Dokumentarfilm über sich drehen zu lassen und verbringt einige Tage mit Renata Keller, der Regisseurin. Am 2. Januar 2013 stirbt Gerda Lerner in ihrem Heim in Madison. Ihr wissenschaftlicher Nachlass wird von der Schlesinger Library der Harvard Universität betreut.

 

KAPITEL
1 Einführung
2 Jugend
3 Bürgerkrieg in Wien
4 Politik der Straße
5 Emigration in the USA
6 Heirat und soziale Gerechtigkeit
7 Die Rolle der Männer und Frauen
8 Der Beginn der Frauengeschichtsschreibung
9 Hildegard von Bingen und Betty Friedan
10 Schwarze Frauen im Weißen Amerika
11 Frauen haben eine Geschichte!
12 Warum Frauen Berge besteigen sollten
13 Die Kreation des Patriachats
14 Die Auswirkung des Patriachats auf Männer
15 Die eigene Stimme finden
16 Die Feier und die Fragen

 

Die Regisseurin bietet auch Kurse und Workshops zum Film an. Mehr Information: www.womenneedtoclimbmountains.com

 

SCHRIFTEN VON GERDA LERNER
// Feuerkraut. Eine politische Autobiographie. Czernin, Wien 2009
// Zukunft braucht Vergangenheit. Warum Geschichte uns angeht. Helmer, Königstein/Taunus 2002
// Die Entstehung des feministischen Bewußtseins. Vom Mittelalter bis zur ersten Frauenbewegung. Campus-Verlag, Frankfurt am Main u.a. 1993
// Die Entstehung des Patriarchats. Campus-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1991
// 1979 Frauen finden ihre Vergangenheit. Grundlagen der Frauengeschichte. Campus-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1995
// Ein eigener Tod. Der Schlüssel zum Leben. Böhme und Erb, Düsseldorf 1979
// The Grimké sisters from South Carolina. Rebels against slavery. Houghton Mifflin, Boston 1967 (Englisch)

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